„Ich freue mich auf das Spiel, schon weil es unter Flutlicht stattfindet. Auf die längere Fahrt freue ich mich weniger.“ so äußert sich Thomas Hentschel am heutigen Donnerstag. Sicher ist für unseren morgigen Gegner, den FSV Luckenwalde, das Flutlichtspiel ebenso ein Highlight. Doch unser Coach stellt gleich klar fest: „Das Spiel unter Flutlicht soll für Luckenwalde kein Vorteil werden. Wir fahren nicht die halbe Nacht, um Punkte in Luckenwalde zu lassen. Im Gegensatz zu mir kennen einige unserer Spieler das Stadion bereits. Und wir werden alles daran setzen, nicht mit leeren Händen wieder die Heimreise anzutreten. Doch sollte man nicht übersehen, dass Luckenwalde alle bisherigen punkte im eigenen Stadion geholt hat. Auf eigenem Platz sind sie stark. Sie geben sich zu keiner Zeit im Spiel auf. Luckenwalde schaltet schnell um, dann setzen sie ihre schnellen Stürmer ein. Den schnellen Leuten darf man dort keinen Raum geben. Das wird keineswegs einfach.“ Budissa Bautzen reist derweil mit breiter Brust nach Luckenwalde. Denn aus den letzten vier Spielen verbuchten unsere Kicker 10 Punkte und besserten das Torekonto um 10:2 Tore auf. Diese Serie will Thomas Hentschel nicht reissen lassen: „Die letzten Wochen haben gezeigt, dass wir erfolgreich Fußball spielen können. Die Motivation in der Mannschaft ist da, in Luckenwalde zu punkten. Und der Mannschaft winkt bei einem Erfolg ein freies Wochenende.“ Dennoch dürfte entscheidend sein, wie Budissa drauf ist und wie wir unser Spiel umsetzen und auf den Rasen bringen können. Ein kleiner Blick zurück in die Geschichte ist für uns Bautzner sicher angenehmer als für Luckenwalde. Bisher viermal traf man aufeinander. In der Spielzeit 2010/2011 gewann Budissa in Bautzen 3:1 und verlor in Luckenwalde 0:1. Schon im nächsten Jahr sah das etwas anders aus. Budissa gewann in Luckenwalde 5:0 und in Bautzen 2:1. In der Summe sprechen die Zahlen für Budissa, doch das ist Geschichte und zählt heute nichts mehr. Morgen geht es um 19 Uhr bei 0:0 los.
In den letzten Tagen sind die Sorgenfalten bei Thomas Hentschel weniger geworden: „Daniel Rupf und Felix Kunert sind zwar immer noch nicht fit. Und auch auf einen Florian Hansch müssen wir aus bekannten Gründen verzichten. Aber dafür ist Franz Hausdorf einsatzfähig und auch Philipp Heineccius könnte schon zum Einsatz kommen. Ebenso steht Alexander Jakubov wieder bereit und brennt darauf, im Kader zu stehen. Wir haben also wieder wesentlich mehr Alternativen als noch vor wenigen Wochen.“
Zum Schluss liegt Thomas Hentschel noch etwas besonders am Herzen: „Am Wochenende wird unser neuer Kunstrasen eingeweiht. Hier gilt der Dank allen, die mit geholfen und mit gekämpft haben, um diesen Platz zu erschaffen und unserem Nachwuchs diese herrlichen Bedingungen, gerade jetzt vor dem Winter, zu ermöglichen. Der Dank kann nicht groß genug sein. Jetzt können wir als Verein mit guten und sehr guten Leistungen und Ergebnissen wenigstens einen kleinen Teil zurückgeben.“